Stand 22.10.2026: Anzeigen seit 2024 nur mit GGL-Lizenz · GGL beobachtet SEO-Lücke weiter · KSA-Whitelist ohne Termin · 5 Marken ohne Erlaubnis · Welche Casinos sind legal?
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Casino mit GGL Lizenz: Wer in Deutschland Online-Glücksspiel anbieten darf

Casino mit GGL Lizenz: Nur diese Anbieter dürfen in Deutschland online Glücksspiel anbieten. Was Google bei Anzeigen verlangt und was die EU-Whitelist bringen soll.

Von der Redaktion Casino Kompass 5 Min. Lesezeit
Casino mit GGL Lizenz: Wer in Deutschland Online-Glücksspiel anbieten darf

Kurz zusammengefasst

  • Legal ist in Deutschland nur ein Casino mit GGL Lizenz.
  • Google lässt bezahlte Glücksspielanzeigen in Deutschland nur noch für Betreiber mit GGL-Erlaubnis zu.
  • In den organischen Suchergebnissen tauchen weiterhin auch Seiten ohne Erlaubnis auf.
  • Eine EU-weite Whitelist ist angekündigt, Starttermin und Umfang sind offen.

Ein Casino mit GGL Lizenz ist in Deutschland der einzige legale Weg zum Online-Glücksspiel. Wer keine gültige Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt, darf nach GoogleWatchBlog nichts anbieten. Google hat seine Werberegeln entsprechend verschärft. Bezahlte Anzeigen gibt es nur noch für lizenzierte Betreiber. Die größte Lücke bleibt die normale Suche.

Casino mit GGL Lizenz: die Rechtslage

Der neue Glücksspielstaatsvertrag trat im Juli 2021 in Kraft. Das berichtet GoogleWatchBlog. Seitdem gilt: ohne Erlaubnis der GGL kein legales Online-Angebot.

Die Abkürzung steht laut Gaming Intelligence für die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder.

Werbung und Platzierungen in Suchmaschinen wie Google sind nach Angaben von GoogleWatchBlog unter bestimmten Bedingungen zulässig. Welche Seiten tatsächlich eine Erlaubnis haben, zeigt unsere Übersicht zur GGL-Whitelist. Eine Einordnung zu lizenzierten Angeboten finden Sie auch unter Online-Casinos mit deutscher Lizenz.

Fünf Marken, denen die Erlaubnis fehlt

Die Aufsichtsbehörde hat diesen Marken keine Erlaubnis erteilt. In der offiziellen Liste der erlaubten Betreiber tauchen sie nicht auf:

Wer solche Namen in Suchergebnissen oder auf Vergleichsseiten sieht, sollte sich nicht auf deren Selbstdarstellung verlassen. Weitere Fälle sammelt unsere Liste illegaler Online-Casinos.

GoogleWatchBlog berichtet, Google habe im September 2024 die Richtlinie für Glücksspielwerbung in Deutschland überarbeitet. Gaming Intelligence nennt den 25. September als Tag der Veröffentlichung, aber kein Jahr.

Die Eckpunkte:

Auslöser war ein direkter Dialog zwischen Google und der GGL. Ziel war, Reklame für illegale Angebote zu verhindern. Die Behörde stimmt sich laut Gaming Intelligence seit 2023 intensiv mit Google ab. Die Gespräche seien konstruktiv gewesen und hätten zur neuen Regel geführt.

Warum Anzeigen strenger geregelt sind als die Suche, erklärt GoogleWatchBlog so: Google stellt die Werbefläche bereit und kann dafür unter Umständen haftbar gemacht werden.

Was die GGL beobachtet

In den ersten Wochen nach dem Start sah die Behörde laut Gaming Intelligence keine bezahlten Anzeigen von Anbietern ohne Lizenz. Auch bei Affiliate-Seiten fielen seit dem Update keine Betreiber ohne Zulassung auf.

GGL-Chef Ronald Benter sagte demnach, die geänderte Richtlinie zeige derzeit eine klare Wirkung. GoogleWatchBlog nennt ihn „Vorstand“, Gaming Intelligence „chief executive“. Laut GoogleWatchBlog gingen Anzeigen für Illegales seither deutlich zurück, besonders auf Vergleichsportalen.

Die GGL will weiter beobachten. Sie bleibt mit Google im Gespräch, um die Werbemöglichkeiten illegaler Anbieter noch stärker einzuschränken.

Organische Suche: Sichtbarkeit ohne Lizenz

Bei den unbezahlten Treffern sieht es anders aus. Lizenzierte Anbieter haben trotz ihrer Legalität laut GoogleWatchBlog keine große Sichtbarkeit. Häufig dominieren ausländische Seiten und Portale ohne rechtlich abgesicherte Inhalte.

Der Grund liegt in der Suchmaschinenoptimierung. Wer sie gut beherrscht, kann selbst ohne Erlaubnis weit oben erscheinen.

Die GGL bleibt besorgt, dass Anbieter ohne Lizenz prominente Plätze erreichen. Gaming Intelligence schreibt, manche Schwarzmarktbetreiber erzielten hohe Platzierungen durch intensives Linkmarketing oder durch manipulierte Rankings. Bei der Suchmaschinenoptimierung sieht Benter laut GoogleWatchBlog noch Spielraum. Die GGL erkennt dort Potenzial für weitere Einschränkungen gemeinsam mit Google.

EU-Whitelist: Was bekannt ist und was nicht

Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (KSA) arbeitet nach eigener Darstellung mit Google an einer europaweiten Liste lizenzierter Anbieter. So berichtet AffPapa. Google soll damit Werbetreibende ohne Lizenz erkennen und sperren können. KSA-Vorsitzender Michel Groothuizen machte den Plan in einem Kommentar vom 14. Oktober 2026 öffentlich.

Der Hintergrund: Die KSA und andere europäische Regulierer trafen sich 2026 in Dublin mit Google und Meta und vereinbarten eine gemeinsame Task Force. SCCG Management ordnet das Treffen dem Frühjahr 2026 zu. Beide Konzerne haben dort ihre Europa-Sitze. Die Gruppe soll eine Datenbank zugelassener Betreiber je nationaler Rechtsordnung erstellen.

Offen sind laut den Quellen:

  1. der Starttermin (AffPapa),
  2. ob nur Anzeigen, die organische Suche oder beides betroffen wären (SCCG Management),
  3. welche Behörden mitmachen und wann die Arbeit endet.

Eine Beteiligung der deutschen GGL nennen weder AffPapa noch SCCG Management.

Groothuizens Position

Groothuizen sagte laut AffPapa, Tech-Plattformen verdienten an illegalen Glücksspielanzeigen und hätten wenig Grund, sie einzuschränken. Ein freiwilliger Verzicht widerspreche ihrem Geschäftsmodell. Man verlange ihn dennoch, am liebsten einvernehmlich, notfalls mit Zwang.

Als rechtliche Basis für ein Verfahren nannte er niederländisches Recht und den Digital Services Act. Gegen die größten Plattformen ist die Europäische Kommission zuständig. Ein Verfahren könnte bis zu fünf Jahre dauern.

Die KSA legt ihren Schwerpunkt inzwischen auf Online-Sichtbarkeit und Zahlungen. Bußgelder bei nicht lizenzierten Betreibern ließen sich schwer eintreiben. SCCG Management zufolge hat sie in den vergangenen 18 Monaten geringere Sichtbarkeit, erschwerten Zugang und unterbrochene Zahlungswege priorisiert.

Zahlen aus den Niederlanden

Fünf Jahre nach der Marktöffnung spielen rund 90 % der Nutzer nur auf lizenzierten Seiten, schreibt AffPapa. Trotzdem fließt etwa die Hälfte der Ausgaben an illegale Betreiber. SCCG Management beschreibt das als einen Euro im illegalen Markt je einem Euro im regulierten.

Worauf Nutzer achten sollten

GoogleWatchBlog rät, vor dem Spielen die Seriosität der Plattform und die gültige Lizenz zu prüfen. Ein hoher Platz in der Suche ist dafür kein Beleg. Die organische Suche bleibt laut Gaming Intelligence und GoogleWatchBlog die Schwachstelle, weil Rankings von SEO und Linkmarketing abhängen. Einen Überblick über Prüfwege bietet auch unsere Seite zur Online-Casino-Whitelist.

Häufige Fragen

Was ist ein Casino mit GGL Lizenz?

Es ist ein Online-Casino, dessen Betreiber eine gültige Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder hat. Nur solche Angebote sind in Deutschland erlaubt, wie GoogleWatchBlog festhält.

Seit wann gelten die strengeren Google-Regeln?

Laut GoogleWatchBlog überarbeitete Google die Richtlinie im September 2024. Gaming Intelligence nennt den 25. September, ohne Jahresangabe.

Betrifft die EU-Whitelist auch Deutschland?

Das ist unklar. AffPapa und SCCG Management nennen keine Beteiligung der GGL. Starttermin, Umfang und beteiligte Behörden sind offen.

Was rät GoogleWatchBlog Nutzern?

Sie sollen vor dem Spielen prüfen, ob die Plattform seriös ist und der Betreiber über eine gültige Lizenz verfügt. Das steht bei GoogleWatchBlog.

Quellen

Verantwortungsvolles Spielen

Inhalte für Personen ab 18 Jahren. Wir bieten keine Wetten und keine Links zu Wettanbietern an. Hilfe bei Glücksspielproblemen: BZgA-Telefonberatung 0800 1 37 27 00 (kostenlos).

Lizenzierte Casinos mit GGL-ErlaubnisWelche Anforderungen die deutsche Erlaubnis stellt und woran sich ein lizenziertes Angebot erkennen lässt.
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